Linkbuilding – Backlinks aufbauen in 2020

Das sogenannte Linkbuilding zählt genau wie Content Marketing und technisches SEO zu den wichtigsten Faktoren in der Suchmaschinenoptimierung. Für Google ist eine gute Seite erst dann wirklich gut, wenn die Inhalte von anderen Domaininhabern verlinkt wird. Die Verlinkung deutet darauf hin, dass der Inhalt interessant, problemlösend und lesenswert ist. Auch seit den jüngsten Google Updates wird klar welchen Fokus verfolgt wird: Im Vordergrund steht die User Experience. Du kannst die besten Inhalte haben und den informativsten Text: Wenn du keine Empfehlungsgeber hast, die Deine Inhalte auf deren Portale oder Webseiten verlinken, kann dies der Grund sein weswegen Du nicht in den Top Positionen bei Google bist.

Was ist Linkbuilding

Ich gehe hier wirklich kurz in die Thematik ein, da mit Sicherheit die meisten Leser bereits wissen was Linkbuilding ist. Im Grunde bezeichnet man Linkbuilding wie folgt:

Linkbuilding bezeichnet man die forcierte Erhöhung von Verlinkungen auf die eigene Webseite durch externe Webseiten. Mit forcierter Erhöhung meine ich Linktausch, Linkplatzierung und Linkkauf auf Themenseiten, Newspaper, Foren und Blogs.

Wieso ist Linkbuilding wichtig – mit Beispiel

Je nach Situation und Ausgangslage (überwiegend meine ich damit den Wettbewerb mit anderen Webseiten) ist Linkbuilding essenziell, um Top Positionen zu bekommen. Es kann aber auch vorkommen, dass Du gar keine Backlinks brauchst, um auf Platz 1 zu kommen, weil die Inhalte und die Empfehlung Deiner Konkurrenten so schlecht sind, dass Du es auch mit einem guten Text allein schaffst. Dies gilt hier abzuwägen. Gerne gehe ich detailliert darauf ein. Wichtig ist, dass Du hier Deine Denkweise nicht nur auf Deine Webseite reduzierst, sondern auch das beachtest, was um Deine Webseite herum passiert. Damit meine ich überwiegend die Konkurrenz und folgende Aspekte:

  • Welche Domains ranken mit welchen URLs in den ersten 5 Positionen für Dein Wunsch-Keyword
  • Was machst Du im Vergleich zu Deiner Konkurrenz anders
  • Was machen Deine Konkurrenten besser als Du
  • Wie schaut das Backlinkprofil Deiner Konkurrenten aus für deren Hauptdomain
    • Wie sieht das Backlinkprofil Deiner Konkurrenten für ihre URLs aus (mit der sie für das gesuchte Keyword ranken)

Beispiel 1:

  • Du hast keine optimierten Inhalte in Deiner Unterseite, bist dennoch auf Platz 1
    • Das liegt meist daran, dass Deine Konkurrent (bitte entschuldige die Ausdrucksweise) noch schlechter ist als Du
    • Er hat nicht mehr Backlinks als Du für seine Domain

Beispiel 2:

  • Deine Inhalte sind sehr gut, du rankst aber nicht in den ersten Top 5 Positionen
    • Auch wenn Deine Inhalte besser sind als die Deines Konkurrenten, kann es daran liegen, dass sein Backlinkprofil stärker ist als Deins
    • Mehr Backlinks bedeutet, dass mehr Webseiten seine Inhalte weiterempfehlen
    • Somit ist dies ein Zeichen für Google, dass die empfohlenen Inhalte für Nutzer relevanter sind als Deine

Häufige Fehler: Begutachte dabei nicht nur das Backlinkprofil der gesamtem Domain, sondern auch die Backlinks, die zu Unterseiten führen. Wenn das eigentliche Backlinkprofil für eine Domain nicht so gut ist, aber ein starker Backlink auf eine Unterseite verlinkt, kann es sein, dass diese Unterseite im Ranking sehr stark platziert ist, während die restlichen URLs eher weniger gute Rankings vorweisen können.

Ich hoffe ich konnte Dir mit diesen Beispielen aufzeigen, dass bei einer Suchmaschinenoptimierung der Linkaufbau mit eine der wichtigsten Rollen sein kann, aber nicht sein muss.

Wie werden diese Backlinks eigentlich von Google bewertet?

Von Anfang an setzt Google mit seiner Suchmaschine auf einen sogenannten PageRank-Algorithmus. Seit einiger Zeit ist der PageRank allerdings nicht mehr das relevanteste Kriterium, um einen guten Linkgeber oder Empfehlungsgeber zu kategorisieren. Offiziell möchte Google keinen forcierten Linkkauf oder Linktausch. Der Wunsch besteht darin, dass Verlinkungen von Webseiten zu anderen Webseiten auf natürlichem Wege geschehen. Dies würde heissen, dass die Inhalte der verlinkten Webseite so relevant und informativ sind, dass eine Empfehlung aufgrund der geleisteten Arbeit in Sachen Content geschieht. Den Linkkauf kann demnach jeder vollziehen. Und hier kommt es nun mal nicht darauf an wie gut die Inhalte sind, sondern wer den größten Geldbeutel hat. Diese kapitalistische Vorgehensweise möchte Google nicht unterstützen und sieht dies eher als Verzerrung der Suchergebnisse, da nach Googles Ansicht das Ranking aufgrund von Relevanz und Qualität erfolgen sollte.

Früher konnte jeder ganz öffentlich das PageRank sehen, heute erfährt man eher weniger darüber wie die Seiten wirklich bewertet werden, da der Google  Algorhitmus namens “RankBrain” viel auf künstliche Intelligenz setzt. Viel erfolgt somit durch Vermutungen und Behauptungen. Allerdings sind die eigentlichen Kriterien, um einen Link zu bewerten, in der SEO Branche ganz klar definiert. Diese sind:

  • Domain Authority (DA)
  • Page Authority (PA)
  • Trust Ratio (Trust Flow oder MozTrust)
  • Spam Score
  • Citation Flow

Ich habe jetzt alle einzelnen Punkte aufgelistet, die berücksichtigt werden können. Allerdings sind überwiegend Domain Authority, Page Authority und ein Trust Flow KPI wichtig. Sind diese niedrig, sollte unbedingt auch der Spam Score berücksichtigt werden. Ich gehe hier aber nochmal gesondert auf die Punkte ein.

Domain Authority (PA):  Domain Authority (DA) ist ein von Moz.com entwickelter Suchmaschinen-Ranking-Score. Diese KPI wertet wie gut eine Webseite auf Suchmaschinen-Ergebnisseiten rankt. Ist die Autorität hoch, rankt die Webseite mit vielen Keywords ziemlich gut. Ein Domain Authority-Score reicht von eins bis 100. Um so höher, um so mehr Top-Rankings weist die Webseite vor.

Zur Berechnung fließen mehrere Faktoren ein. Wichtig bei der Angabe der Domain Authority ist nicht nur die linkgebende Domain an sich, sondern auch die URL, die den Link gibt. Diese Metrik ist eine Moz-geschaffene Metrik, die so nicht von Google verwendet wird.

Page Authority (PA):  Page Authority (PA) ist auch von Moz.com entwickelt worden. Es ist im Grunde ähnlich errechnet wie die Domain Authority, allerdings nicht bezogen auf die gesamte Domain, sondern lediglich auf die einzelne Seite (URL).

Trust Ratio oder Trust Flow (MozTrust):  Der Trust Flow (überwiegend MozTrust genannt) ist ein weltweiter Score zur Identifizierung der Vertrauenswürdigkeit einer Domain. Man spricht auch von “Global Link Trust Score”. Im Wesentlichen geht es nicht um das Volumen der Links, sondern um die vertrauensbasierte Qualität der Links. Dieser Wert ist enorm wichtig, denn er unterscheidet qualitativ hochwertige Linkgeber von minderwertigen Domains. Vor allem Magazine, Zeitungen, Bildungsgeber, Regierungsseiten und Universitäten sind seriöse Quellen, von denen jeder Link eine vertrauenswürdige Quelle bedeutet.

Spam Score: 
Der Spam-Score wird durch einen Prozentsatz definiert von 0 bis 100. Ein hoher Wert deutet darauf hin, dass die Webseite eine sehr hohe Anzahl an ausgehenden Links zu externen Webseiten besitzt. Ausserdem ist es auch ein Anzeichen dafür, dass die Domain schon mal von Google als bestraft oder gesperrt eingestuft wurde. Der Spam-Score ist ebenfalls ein Wert, der nicht von Google so definiert wird, sondern durch führende SEO-Tools (wie in diesem Beispiel erneute Moz.com) eingeführt wurde und auf Basis eigener Algorithmen funktioniert. Tipp: Bei Werten ab 20% genauer prüfen und evtl. die Finder davon lassen.

Citation Flow: 
Der Citation Flow ist eine KPI, die von Majestic eingeführt wurde. Im Grunde wird innerhalb einer Punkte-Skala zwischen 0 und 100 die Leistung des Links eingewertet. Im Grunde spricht man von eine Vertrauensfluss, der durch diesen Link generiert wird bzw. werden kann.

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Backlinks bleiben auch im Jahr 2020 immer noch eines der wichtigsten SEO Maßnahmen und ein entscheidender Punkt wenn es um das Ranking jedes einzelnen Keywords geht. Wenn Du hier die richtige Vorgehensweise wählst, werden dank der organischen Suche potenzielle Nutzer Deine Webseite viel besser finden. Deine Webseite erhält mehr Sichtbarkeit und Du profitierst durch eine hochwertiges Linkbuilding.

Wie baue ich Links auf

Jetzt gehen wir ans Eingemachte. Ich habe Dir nun viel theoretisches erzählt. Aber Du bist bestimmt hier, weil Du Praxistipps haben möchtest. Gerne gebe ich Dir nun ein paar Infos darüber wie Du das Backlinkprofil von Webseiten und Deiner Konkurrenz analysieren kannst und anschließend selbst Linkbuilding betreiben kannst.

Wie bestimmt Google den Wert dieser Links?

Alle wichtigen und hilfreichen Faktoren auf einen Blick.

  • Ist es ein Link oder ein Ankertext?
  • Welche Autorität haben verlinkende Webseiten?
  • Welche Relevanz hat die verlinkende Webseite?
  • Wie ist die Position des Links, im Footer oder im Fließtext?
  • Welchen Ruf hat die verlinkende Webseite?
  • Welches Wort Umfeld hat der Link beziehungsweise welche Begriffe liegen ringsherum?

Die Analyse von linkgebenden Domains ist aus dieser Hinsicht gut erklärt. Denn nur eine mehrwertbringende Domain kann Deiner Webseite einen Mehrwert bringen.

Welche KPIs müssen linkgebende Domains erfüllen?

Es gibt zahlreiche Faktoren, die eine linkgebende Domain für gut oder weniger gut klassifizieren. Die wichtigsten Faktoren habe ich bereits im Punkt zur Bewertung durch Google zusammengefasst. Deshalb solltest Du dir bei der Bewertung von potenziellen Links folgendes anschauen:

1. Themenrelevanz

Der wichtigste Punkt überhaupt. Passt das Thema der linkgebenden Domain überhaupt zu dem, was ich anbiete? Wenn Du beispielsweise auf einer Domain über Food einen Link setzen möchtest zu Deiner Webseite, die das Thema KFZ-Mechaniker beinhaltet, ist es ganz klar Themaverfehlung. Dieser Backlink könnte sogar mehr Schaden anrichten als Gutes für Deine Webseite machen.

2. Konkurrenz analysieren

Schau Dir die Konkurrenten auf der ersten Suchergebnisseite an. Diese sind meist aus gutem Grund in den obersten Positionen. Nutze das zu Deinem Vorteil und analysiere deren Backlinkprofil, um potenzielle Linkgeber ausfindig zu machen. Was Deine Konkurrenz kann, kannst Du doch schon lange. Schreib die Portale an und erfrage die Möglichkeiten dort einen Gastbeitrag zu platzieren. Analysiere bei den Linkgeber-Domains dabei die in Punkt 3 aufgelisteten KPIs. 

3. KPIs beachten

Deine zu berücksichtigenden KPIs sind:

  • Domain Authority DA (Um so höher, um so besser – mindestens höher als der Deiner Webseite)
  • Page Authority PA (meist verhältnismäßig niedriger als der DA, sollte dennoch max. 20% niedriger sein als der DA)
  • Moz Trustrank MozTrust (auf einer Skala von 0/10, solltest Du nur Backlinks in Erwägung ziehen, die mindestens einen Trustrank von 3/10 haben, besser noch mindestens 4/10)
  • Spam Score (sollte so niedrig wie möglich sein (alles was über 10-15% liegt, sollte nochmal gesondert geprüft werden)

Mit dieser Vorgehensweise kannst Du nun im Alleingang analysieren welche Domains tatsächlich einen Mehrwert in deiner Backlink-Strategie ergeben. 

Wie solltest Du auf keinen Fall Backlinks generieren?

Mit einem richtigen Linkbuilding landest Du schnell auf einen Platz ganz weit vorne in den Google Suchergebnissen. Sind diese Backlinks allerdings an der falschen Stelle platziert, kann der Schuss auch schnell nach hinten losgehen. Wenn Du dann noch ganz viel Pech habst, bekommt Deine Webseite noch eine Strafe (manuelle Maßnahme oder Abwertung) von Google.

Backlinks sollten eine gesunde Balance haben. Darum ist es wichtig bestimmte und gar imaginäre Seitentypen zu meiden. Im Folgenden habe ich Dir ein paar weitere No Go’s aufgelistet und die es zu vermeiden gilt:

  • Webseiten, die nicht themenrelevant sind und keinen Bezug zu dem von Dir angebotenen Inhalten haben
  • Webseiten, die schon massig externe Verlinkungen haben (Vorsicht: Spam Score)
  • Webseiten, die einfach kein Mehrwert bieten
  • Webseiten, deren KPIs viel schlechter sind als die Deiner eigenen Webseite

Kurz gesagt solltest Du alle Seiten meiden,  die den Anschein machen generell Backlinks gegen Bezahlung zu liefern. Das möchte Google offiziell nicht.

Der korrekte Backlink Aufbau

Der Aufbau von Backlinks erfordert Geduld und ist in etwa zu vergleichen mit einem guten Käse der noch reifen muss. Auch wenn es gerade zu Anfang schwierig ist, sollte man die Webseiten mit Bedacht wählen und nicht einfach das schnellst Angebot nehmen, um einen Backlink zu bekommen. Viel mehr sollte man ins Detail gehen und Beiträge nehmen die wahren Mehrwert bieten.

Tool für einen Backlink-Check

Heutzutage macht es wirklich wenig Sinn ohne ein Backlink Checker Tool zu arbeiten.  Nur so erfährst Du etwas über die Backlinks der Konkurrenten alle Infos, die Du benötigst. Diese Tools gibt es sowohl kostenpflichtig als auch kostenlos.

Ein solches Tool ermöglicht es Dir nicht nur den Einblick in Text Inhalte oder Backlinks der Konkurrenz, sondern vielleicht sogar einen Link auf die gleich Seite wie die Top-Konkurrenz zu setzen. Google liebt so etwas und gliedert Deine Webseite in die selbe “Clique” bzw. Nische mit ein.