Die Google Search Console (abgekürzt GSC), ist ein kostenloses Tool für Websites und wird durch Google zur Verfügung gestellt. Dieses Tool ist wahrhaftig ein sehr mächtiges Tool, wenn nicht sogar das wichtigste SEO-Tool überhaupt. Es dient grundsätzlich als Kommunikationsweg zwischen Deiner Webseite und Google. Egal welche Probleme die Google Crawler auf deiner Webseite erkennen, hier wird alles dokumentiert und aufgelistet.

Was kann die Google Search Console und wieso ist es aus SEO Sicht so wichtig?

Für Dich als Webseitenbetreiber und Deinem SEO-Experten (falls Du die SEO-Aktivitäten nicht selbst in die Hand nimmst) ist der Zugriff zur GSC essenziell, um nachhaltig und langfristig eine SEO Strategie verfolgen zu können. Zusätzlich erhältst Du hier wichtige Informationen über die technische Verfügbarkeit Deiner Webseite aus Google Sicht. Weiterhin erhältst Du wichtige Daten zu Deinem Webauftritt in Form von:

  • Getätigte Suchanfragen durch User
    • Darunter: Klicks
    • Impressions (Einblendung deiner Webseite in den Suchergebnissen)
    • Durchschnittliche Position deiner Webseite in den Suchergebnissen (SERPs)
    • Durchschnittliche CTR (Click Through Rate)
  • Besuchte Seiten (URLs)
  • Besucher-Herkunft (Länder)
  • Besucher-Gerät (Mobil, Desktop oder Tablet)
  • Darstellung in der Suche

Das war jetzt aber noch nicht alles. Zusätzlich kannst Du folgendes nutzen:

  • Eine Sitemap hinterlegen
  • Abdeckungsfehler überprüfen und anschließend beheben
  • URLs vorübergehend aus dem Google-Index entfernen lassen
  • Einzelne URLs überprüfen lassen
  • Sicherheitsprobleme oder Manuelle Maßnahmen erkennen
  • Weitere Tools aus der alten GSC

Wie Du siehst gibt es hier eine Fülle an Möglichkeiten, die Du durch die Google Search Console nutzen kannst. Damit Du genau weist wie Du das Ganze nutzen kannst, gehe ich detailliert auf alle einzelnen Punkte ein. Da dieses Tool so viele Möglichkeiten bieten, richtet es sich gleichermaßen an Webmaster als auch an Entwickler.

Wieso bietet Google ein SEO-Tool an?

Hast Du Dich schonmal gefragt wieso Google ein Tool zur Verfügung stellt, das Webmastern bei der Suchmaschinenoptimierung unterstützt? Google agiert natürlich aus Eigennutz, denn das Ziel von Google ist es möglichst hochwertige Seiten in den Suchergebnissen zu platzieren – und dabei ist Google auf die Webmaster angewiesen.

Ziel ist es also den Nutzer zufrieden zu stellen, denn wenn die Nutzer zufrieden sind, ist dies ein Zeichen für Google, dass Deine Webseite technisch einwandfrei ist, Dein Content die User-Anfrage befriedigen kann und Du somit eine Berechtigung hast für gute Positionen zu ranken.

Der Vorteil der Bereitstellung von Traffic-/ und Besucherdaten ist auch, dass Google diese Daten nicht separat erheben muss. Diese fallen bei den Aktivitäten zur Erfassung aller Daten aus dem Internet ohnehin an. Ausserdem hat Google verstanden, dass (professionelle) Webmaster die Position ihrer Webseiten für relevante Suchanfrage wissen möchten. Somit bietet Google jedem Webseitenbetreiber ein kostenloses SEO-Tool an, das reale Daten der Nutzer registriert, um so auch gezielt Optimierungsmaßnahmen durchführen zu können. In Klassischen kann man sagen, dass Die Google Search Console mit ihrer Sammlung an Einstiegs-Keywords die vor Jahren abgeschaltete Funktion in Google Analytics ersetzt. Damals konnte man noch in Analytics mitverfolgen mit welchen Keywords User die eigene Webseite in den Google Suchergebnissen gefunden haben. Ausserhalb von den Google Plattformen besteht die Möglichkeit diese Daten über – meist kostenpflichtige – SEO-Tools automatisiert abzufragen. Kostenpflichtige SEO-Tools arbeiten meist auch mit Google Daten oder errechnen Positionen sowie Indexierungen meist mit eigenen Algorithmen.

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How-To – Google Search Console: Anleitung

Falls Du Dich noch nicht mit der Google Search Console auseinandergesetzt hast, ist es jetzt an der Zeit tätig zu werden. Ich unterstütze Dich bei der Einrichtung deiner Webseite.

Webseite in der Google Search Console anlegen

Um Zugriff auf die Daten Deiner Website zu erhalten, musst Du folgende Bedingungen erfüllen:

  • Du benötigst ein kostenloses Google-Konto und
  • die Inhaberschaft der Website muss durch Dich bestätigt werden können

Als Erstes musst Du Deine Webseite unter https://search.google.com/search-console/ als Property anlegen.

Sobald Du jetzt auf “Property hinzufügen” klickst, öffnet sich eine Lightbox. Hier kannst Du Deine Domain eintragen. Trage diese ohne Protokolle und Pfade (z.B. https:// oder /pfad/) ein.

Der nächste Schritt ist nun die Einbindung des Google Verifizierungs-Codes in den DNS-Einstellungen Deiner Domain. Wie Du das machen musst, hängt von deinem Hoster ab. Ob Ionos, Strato oder all-inkl, bei jedem funktioniert das anders. Falls Du nicht weist wie Du das machen sollst, findest Du bestimmt in den FAQs Deines Hosters weitreichende Informationen über die DNS-Konfiguration Deines Hosters. Notfalls reicht ein Anruf bei Deinem Hoster.

Wie Du diesen Schlüssel hochladen kannst, erklärt Google relativ einfach, dies kannst Du sonst einfach bei Google nachlesen. Dort findest Du zudem Unterstützung bei häufigen Fehlern. Doch keine Panik: Die GSC Verifizierung ist schnell erledigt.

Sitemap hinterlegen

So, die Property ist angelegt und verifiziert. Jetzt kann es losgehen. Du wirst leider noch keinerlei Daten finden, da das Tracking der Besucher erst mit Erstellung der Property in der Google Search Console beginnt. Du kannst aber schon was sehr nützliches unternehmen: Lege deine Sitemap an.

Die Sitemap ist nicht essenziell dafür, dass Deine Webseite in Google indexiert und gefunden wird. Das macht Google von Alleine. Sie dient eher als Abgleich und als Anweisung an Google welche Seiten Du tatsächlich im Google Index haben möchtest, oder besser gesagt: Sie zeigt Dir auf welche Deiner Seiten für den Google Index vorgesehen sind. Die Sitemap findet man bei den meisten Webseiten unter “domain.de/sitemap.xml”, mit hoher Wahrscheinlichkeit ist dies auch der Pfad für Deine Webseite. Bei vielen CMS-Systemen wird dies automatisch generiert. Bei WordPress wird hierzu ein WordPress SEO-Plugin benötigt.

Mein Tipp: Falls Du vergessen hast Testseiten oder Beispielsseiten innerhalb Deiner Webseite für Google unsichtbar zu machen (Noindex), dann siehst Du diese in der Sitemap. Überprüfe vor dem Hochladen deshalb Deine Sitemap auf mögliche Fehler bevor Du sie in der GSC hochlädst.

Übersichtsseite in der Google Search Console

Wenn diese ersten Steps erledigt sind, wirst Du nach einigen Tagen endlich Daten zu Deiner Webseite in Deiner Google Search Console sehen können. Ich beginne deshalb mit der Übersichtsseite. Wir gehen nun davon aus, dass einige Daten eingeflossen sind (im Beispiel siehst Du eine Property, die bereits mehrere Daten aufweist).

Du siehst nun in der oberen Übersicht “Leistung” die Klicks, die in einem bestimmten Zeitraum User zu Deine Webseite geführt haben. Das sind reale Klicks und rein aus der organischen Suche. Klicks auf bezahlte Suchanzeigen, Klicks aus sozialen Netzwerken und anderen Empfehlungsgebern findest Du hier nicht. Dafür musst Du Google Analytics nutzen. Hier siehst Du reine Klicks aus der organischen Google Suche. Für Dich als SEO Stratege ideal.

In der unteren Box findest Du eine Übersicht über gültige URLs, die derzeit im Google Index vorhanden sind und an den Index gesendete Seiten (meist durch die Sitemap), die Fehler vorweisen.

Diese Funktionen in der Search Console solltest Du kennen

Um Dir einen ersten Eindruck über den Funktionsumfang dieser Toolsammlung zu ermöglichen, stelle ich Dir im Folgenden die hilfreichen Funktionen vor. Es ist eine überwältigende Ansammlung an Tools, mit denen Du vieles machen kannst.

1. Leistung: Zu welchen Suchanfragen wird Deine Website gefunden?

Eine gute Platzierung allein bringt Dir noch keine Besucher, ist aber eine Spitzenvoraussetzung für kostenlose Zugriffe. Viele der SEO Tools werden dafür genutzt, um herauszufinden auf welcher Position die eigene Webiste liegt. Jedoch tritt bei diesen Tools das Problem auf, dass sie nur Positionen ausgeben können, aber keine Daten zu den tatsächlichen Klicks und Einblendungen Deiner Webseite in der Google Suche. Und gerade hier ist der Leistungsbericht der Google Search Console von großem Nutzen und liefert eine umfangreiche Übersicht.

Mit Google hast Du die Möglichkeit, die organischen Zugriffe auf Deiner Website anhand folgender Dimensionen zu analysieren:

  • Suchanfrage
  • Seite
  • Länder
  • Gerät
  • Darstellung der Suche

Dazu lassen sich diese Metriken (Werte) anwählen:

  • Klicks
  • Impressionen
  • Klickrate (CTR: Click-Through-Rate)
  • Durchschnittliche Position

Mit „Impression“ ist die Anzeige einer Adresse in den unbezahlten Suchergebnissen gemeint. Erscheint Deine Website für eine Suchanfrage an vier unterschiedlichen Tagen jeweils zehn Mal in den Suchergebnissen, dann hat Deine Seite für dieses Keyword 40 Impressionen erzielt. Du kannst jedes einzelne ausgegebene Ergebnis anklicken, um detaillierte Ergebnisse dazu zu bekommen. Klickst Du beispielsweise auf eine Suchanfrage (Keyword), erhältst du dedizierte Informationen zu diesem einen Keyword. Das Ganze gilt auch für alle anderen aufgelisteten Ergebnisse.

2. URL-Überprüfung: Kann Deine Seite fehlerfrei aufgerufen werden & mehr

Damit Du mit Deiner Seite in der Google-Suche überhaupt gefunden werden kannst, muss diese im sogenannten Google Index vorliegen. Um den Google Index in einfachen Worten zu beschreiben: Er ist die Datenbank aller der Suchmaschine bekannten Adressen.

Wenn Du die Indexierung der einzelnen Seiten prüfen möchtest oder neue aktualisierte Inhalte an den Index senden möchtest, kannst Du hierfür die Funktion „URL-Überprüfung“ nutzen. Diese Funktion dient lediglich eine einzelne URL zu prüfen. Hast Du die URL durch diese Prüfung gejagt, kannst Du direkt die Indexierung beantragen. Dazu ist lediglich ein Klick auf „Indexierung beantragen“ notwendig.

Meine Empfehlung: Ich empfehle Dir diese Funktion lediglich für eine schnelle Neu-Indexierung einer sehr besonderen URL zu nutzen. Meistens ist der Aufwand aber nicht wert eine einzelne URL erst prüfen zu lassen und dann neu indexieren bzw. zusätzlich indexieren zu lassen. Die hinterlegte Sitemap wird in der Regel täglich von Google abgeholt. Somit landet Deine neue oder geänderte URL automatisch in den Google Index. Hier solltest Du abwägen, ob es den Aufwand wert ist.

3. Index-Abdeckung: Welche Seiten sind (nicht) indexiert

Die Index-Abdeckung ist eine zusätzliche interessante und sehr wichtige Funktion, da sie Einblicke darüber ermöglicht welche Inhalte der Website im Google-Index vorhanden sind und welche durch Fehler derzeit ausgeschlossen werden. Best Case ist hier ganz klar die Webseite konstant auf 0 Indexierungsfehler zu halten. Solltest Du mal Fehler vorfinden, sollten diese schnellstmöglich behoben werden. Achte bitte darauf, dass URLs mit guten Inhalten auf jeden Fall indexiert sind, damit Du auch gute Rankings damit erzielen kannst.

In diesem Beispiel ist die rote Box mit der Anzahl der Fehler und der Art der Problemen beschrieben. Unten in den Details kannst Du gezielt die Fehler ersehen. Hierbei unterscheidet man zwischen einigen möglichen Fehler-Szenarien. In unserem Beispiel handelt es sich um temporäre Fehler. In einem gesonderten Blogbeitrag werde ich noch gezielt auf die möglichen Fehler und deren Bedeutung eingehen. Falls du als Fehlermeldung eine Crawling-Anomalie vorfindest, kannst Du dich hier in meinem Blog-Beitrag zu Crawling-Anomalien detailliert darüber informieren.

4. Sitemap in der Google Search Console anlegen und verwalten

Die Sektion Index beinhaltet auch die Möglichkeit Sitemaps zu verwalten. Du hast richtig gelesen: Sitemaps (Mehrzahl), denn es ist möglich für eine Webseite auch mehrere Sitemaps zu haben. Später mehr dazu.

Sitemap in der Google Search Console anlegen

In der oberen Box kannst Du eine neue Sitemap hinzufügen. Je nachdem wie Du deine Domain angelegt hast, musst Du diese mit oder ohne der gesamten Domain hinzufügen. In meinem Beispiel muss die gesamte URL inkl. https:// angelegt werden. Siehst Du in der oberen Box bereits Deine gesamte Domain, so reicht es, wenn Du lediglich “sitemap.xml” (oder den Namen Deiner Sitemap im XML-Format) eingibst. Sobald Du die Sitemap eingereicht hast, bekommst Du unter Status die Info, ob das Einreichen erfolgreich war (wie in meinem Beispiel) oder ob irgendwas schief gelaufen ist. Rechts siehst Du die Anzahl der gefundenen URLs, die in der Sitemap vorhanden sind. Durch Anklicken dieser Zahl kommst Du in ein zusätzliches Menü, in dem Du die gefundenen URLs nochmal einzeln begutachten kannst. Sollte es hier Probleme geben, werden diese in der Sektion “Abdeckung” als Fehler aufgelistet

Hinweis: Seiten, die Du nicht in den Google Index schicken möchtest, werden zu 99% (es sei denn es liegt ein technischer Fehler bei der Erstellung der Sitemap vor) nicht in der Sitemap auftauchen. Wenn Du somit in deinem CMS-System bei einer Unterseite den Befehl “nicht in die Sitemap aufnehmen” auswählst, wird diese nicht in die Sitemap aufgenommen. Vorsicht: Dies ist für Google kein Grund die Seite nicht in den Google Index zu nehmen. Sobald eine Seite intern verlinkt ist, wird diese durch Google mit indexiert. Somit bleibt nichts anderes übrig, als die “unerwünschte” Seite mit dem Meta-Tag Robots “Noindex, Nofollow” zu versehen. Überprüfe dies stets auf Richtigkeit.

Mehrere Sitemaps für eine Domain möglich? Ja, das geht! Ich zeige dir wie und wieso

Stell dir mal vor Du hast einen Onlineshop und möchtest zusätzlich einen Blog für mehr Content einführen. Der Onlineshop und der Blog sind zwei unterschiedliche CMS-Systeme. Was machst Du jetzt? Das ist ganz einfach: Meistens läuft dein Onlineshop ganz normal unter Deiner Domain und Dein Blog über einen Subfolder, meist mit dem Namen “/blog”. Somit hat Dein Onlineshop eine Sitemap und Dein Blog ebenfalls. Die Domainpfade lauten dann:

  • https://www.deinonlineshop.de/sitemap.xml
  • https://www.deinonlineshop.de/blog/sitemap.xml

Du kannst in der Sektion Sitemaps x-beliebige Sitemaps anlegen. Wichtiger Hinweis: Sie müssen alle über die gleiche Domain erreichbar sein und nachvollziehbare Pfade haben.

5. URLs vorübergehend aus dem Google Index entfernen – Geht das?

Diese Funktion hat es in sich. Du möchtest schnellstmöglich eine falsch indexierte Webseite aus dem Google Index entfernt haben, verzweifelst aber an der Geschwindigkeit der autonomen Vollstreckung durch Google? Diese Funktion ist sehr frisch in die neue Google Search Console integriert worden und war bis vor einem Monat (Februar 2020) noch über die alte Oberfläche der GSC erreichbar. Durch die Migration in die neue Oberfläche ist diese Funktion nun direkt erreichbar. Du kannst gezielt URLs entfernen lassen oder sogar URLs, die mit einem bestimmten Unterordner beginnen (Präfix) komplett entfernen. Diese Funktion garantiert lediglich einen temporären Ausschluss, da der Sinn dieser Funktion lediglich die ist schnell zu helfen für einen entstandenen Fehler und dem Webmaster die Möglichkeit zu geben den Fehler im Nachgang “sauber” innerhalb des eigenen CMS-Systems zu beseitigen.

6. Sicherheit & Manuelle Maßnahmen

In dieser Sektion hast du keinerlei Spielraum. Du kannst lediglich einsehen, ob Deine Webseite Sicherheitsprobleme vorweist oder sogar eine manuelle Maßnahme durch Google erhalten hat. Eine manuelle Maßnahme gleicht einer Abstrafung durch Google wegen Verstößen gegen die Google Richtlinien. Dies heisst für Dich, dass deine Webseite abgestraft wurde und Du dies durch erhebliche Ranking-Verluste zu spüren bekommst. Hier solltest Du am Besten gleich handeln und den direkten Draht zu Google suchen, damit dieses Problem schnellstmöglich behoben wird.

7. Vorherige Tools aus der alten Oberfläche der Google Search Console

Diese Funktionen sind nur für Properties verfügbar, die vor Ende 2019 bereits angelegt waren (ungefähr, denn für neu angelegte Properties ab ca. Januar 2020 sind diese Funktionen nicht mehr verfügbar). Die Funktionen sind nicht für jeden Webmaster interessant, da einige Funktionen auch nicht aussagekräftig sind (wie z.B. die Crawing-Statistiken – Diese Metrik ist für dein Webmaster eher uninteressant). Die Punkte, die auf jeden Fall von Bedeutung sind, liste ich gerne für Dich auf:

Internationale Ausrichtung

Wenn Deine Webseite international ausgerichtet ist, macht es Sinn hier einen Blick reinzuwerfen. Google erkennt die href-lang Tags automatisch und listet diese hier auf. Da ich keine internationalen Kunden im Bereich SEO betreue und dies auch in Zukunft nicht machen werde, überspringe ich diesen Punkt und widme mich den Punkten, die für Dich wichtiger sind.

URL-Parameter

Diese Funktion ist vor allem dann interessant, wenn Du eine große Webseite mit vielen Unterseiten hast oder einen Onlineshop betreibst. In meinem Blog-Beitrag für Magento SEO Probleme mit doppelten Inhalten bin ich schonmal detailliert in diese Funktion eingegangen. Diese Funktion in der Google Search Console ermöglicht Dir vor allem bei den Parametern, die durch Dein CMS-System automatisch generiert werden und aus funktioneller Sicht nicht entfernt werden können, Parameter zu kennzeichnen, damit Google die Funktion dahinter kennt. Sie macht Sinn genutzt zu werden, wenn Du

  • Paginierungsprobleme hast (Produkte, die über mehrere Seiten in der gleichen Kategorie gezeigt werden und durch einen Page-Parameter gekennzeichnet sind, Beispiel: /?p=2
  • Filter in Deinem Onlineshop hast, die Duplicated Content verursachen
  • oder Suchparameter, die für die interne Suche in Deiner Webseite genutzt werden (Beispiel: /?search=keyword)

Mein Fazit zu dieser Funktion: Du kannst eigentlich darauf verzichten, da Du dadurch keinen Mehrwert erzielst. Ich kann eigentlich gar nicht erkennen wann diese Funktion einen Mehrwert gebracht hat. Häufige Fehler: Es reicht leider nicht Parameter über diese Funktion auszuschließen. Wenn Du auf Nummer sicher gehen möchtest und vermeiden möchtest, dass diese zusätzlichen URLs nicht im Google Index auftauchen, dann verwende bei diesen Parametern lieber die Funktion “NOINDEX, NOFOLLOW” über Dein CMS-System. Dieser Befehl signalisiert Google, dass eine Indexierung nicht erwünscht ist.

Last but not Least – Die versteckte Funktion, Backlinks für ungültig zu erklären

Im Laufe der Lebenszeit einer Webseite ist es unumgänglich Eintragungen und Auflistungen auf schlechten Domains zu bekommen. Teilweise ist dies unvermeidbar, da die schwarzen Schafe gerne Deine Webseite (ohne Dich und Dein Business zu kennen) Auf Domains platzieren, auf denen Tausende, wenn nicht sogar Hundertausende von Domains gelistet sind. Teilweise hat Google das selbst unterbunden, indem die Gewichtung einzelner Domains ohnehin gesenkt wurde. Google findet schnell heraus welche Domains unerlaubt Verlinkungen zu anderen Webseiten herstellen.

Da sich die Zeiten verändert haben und man früher mit vielen Backlinks über Nacht auf Platz 1 gelandet ist, kann es vorkommen, dass von den damaligen Zeiten noch Verlinkungen vorhanden sind, die sich mittlerweile negativ auf das Ranking auswirken. Hier solltest Du die Initiative ergreifen und diese Links entwerten. Du kannst durch verschiedene Tools (ich empfehle Moz.com) den SPAM-Score von Domains analysieren. Der Spam-Score sagt aus wie die linkgebende Domain von Google eingeschätzt wird. Ist der Spam-Score niedrig, ist die linkgebende Webseite vertrauensvoll. Bei einem hohen Wert  ist die linkgebende Domain als Spam-Domain anzusehen, die vermutlich tausende von Verlinkungen zu anderen Webseiten hat.

Sobald Du diese Analyse gemacht hast, kannst Du entweder den Webmaster der Domain anschreiben und ihn höflichst bitten die Verlinkung zu Deiner Webseite zu entfernen. Bei deutschen Domains (Bsp. Webkataloge) wirst Du eventuell Erfolg haben. Anders schaut dies aber bei internationalen Domains aus, die auf Spam aus sind. Hier hilft nur eins: Über Google diese Links entwerten. Schädliche Links für ungültig zu erklären nennt man im Online Marketing “Disavow“. Mit diesem Disavow-Tool kannst Du schnell derartige Links abwerten und für ungültig erklären.

Geheimtipp: Dieses Tool ist mittlerweile nicht mehr direkt über die Google Search Console erreichbar. Nur durch eine aufwendige Recherche wirst Du diesen Link noch finden. Damit Du Dir das Suchen sparst und Deine Zeit effizienter für Deine SEO Optimierung nutzen kannst, findest Du hier den Link, über den Du Links für ungültig erklären kannst.

Backlinks für ungültig erklären - Google Search Console

Anleitung Links für ungültig erklären:

  1. Wähle die richtige Property aus und klicke auf den roten Button “Links für ungültig erklären”
  2. Im nächsten Step landest Du auf die Unterseite dieser erweiterten Funktion. Hier klickst Du nochmal auf den gleichnamigen Button, der jetzt allerdings Grau hinterlegt ist
  3. In der sich nun öffnenden Lightbox (der mittig eingeblendete Rahmen) hast Du die Möglichkeit eine txt-Datei hochzuladen mit allen Links, die entwertet werden sollen
  4.  Im Grunde brauchst Du keine Vorlage für die Erstellung der TXT-Datei. Du kannst alle Links, die Du für schädlich erachtest (oder die durch einen SEO-Experten als schädlich deklariert wurden) in diese Datei auflisten und sie einreichen

Du kannst im Grunde in Deine TXT-Datei

  • die URL inserieren, die auf Deine Webseite verlinkt
  • oder die komplette Domain, die auf Deine Webseite verlinkt – dies macht Sinn, wenn es mehrere URLs von der gleichen URL gibt

Du kannst noch folgende Passagen oberhalb der Links inserieren:

# Contacted owner of following domains on #inseriere hier das Datum+ to
# ask for links removal but got no response
# following domains should be disavowed or removed

Falls Du eine komplette Domain auf Disavow setzen möchtest, reicht folgender Befehl: domain:backlinkdomain.com (in diesem Fall ist das was nach dem Doppelpunkt kommt die Backlinkdomain). Lade das Ganze hoch und Du bist fertig. Die Verarbeitung durch Google kann einige Wochen dauern. Du wirst keine gesonderte Benachrichtigung erhalten ausser, dass das Einreichen erfolgreich war. Du wirst allerdings nach einigen Wochen den Effekt spüren, falls Du eine hohe Anzahl an schädigenden Domains als Backlinkgeber hattest.

Erkunde Deine Google Search Console!

Ich hoffe, dass Dir dieser Beitrag das Potenzial der Google Search Console verdeutlicht hat und Du sie in Zukunft gezielt nutzen wirst. Die GSC ist das einzige SEO-Tool, aus dem die Daten direkt von Google kommen. Wieso solltest Du also auf diese Daten verzichten?

Gerade der Leistungsbericht bietet viele spannende Informationen über Deine Website und Optimierungserfolge, beispielsweise über bessere Seitentitel. An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass die GSC von Google als Kommunikationskanal genutzt wird – bei Fehlern und Problemen schickt Dir Google eine Benachrichtigung über dieses Tool und Du solltest Dich je nach Schwere des Problems schnellstmöglich an die Arbeit machen und die Fehler beseitigen.