Affiliate Marketing

Affliate Marketing - so funktioniert es nachhaltig
Lesezeit: 7 Minuten

Was versteht man unter Affiliate-Marketing?

Affiliate-Marketing (oder auch Associate Programs, Affiliate-Programme, Affiliate Networks) ist ein Online-Marketing– und Vertriebskonzept, das es bereits seit fast 30 Jahren gibt. Hierbei ist das Ziel die Vertriebskanäle über Partner-Websites zu eröffnen, in der Regel auf Basis von Provisionszahlungen. Der Affiliate ist sozusagen die Verbindung zwischen dem Anbieter (Merchant) und dem Endverbraucher (User).

Affiliate-Marketing ist keine komplett neue Idee, sondern vielmehr eine Erweiterung des Online Business auf die bewährten Vertriebskanäle des Offline Business. Die Vergütung/Provision, welche der Partner erhält, ist abhängig vom Erfolg. Art und Höhe der Provision werden hierbei individuell zwischen Anbieter (Merchant) und Partner (Affiliate) festgelegt. Die Varianten welche am häufigsten genutzt worden sind:

  • Pay Per Click (pro Klick): Hier wird jeder Klick auf den Affiliate-Link, der durch Besucher/User über die Publisher-Webseite generiert wird, vergütet. Egal ob es im späteren Verlauf zu einem Verkauf kommt oder nicht, der Publisher erhält pro Klick eine Vergütung. Hier sind die Provisionen relativ klein. Das Problem für den Anbieter hierbei besteht darin, dass ein Publisher schnell Klicks forcieren kann, um mehr Provision zu erhalten. Bei einem solchen Deal sollte man als Anbieter immer sehr vorsichtig sein, denn die Tatsache hier einen Betrug zu erleiden ist recht groß.
  • Pay-per-Lead (pro Interessent, Download, Abonnent, etc.): Schon die Kontaktaufnahme oder auch die Registrierung für den Newsletter kann ein Lead sein. Hierbei muss es noch nicht zu einem Verkauf kommen, das der Affiliate seine Provision erhält. Die Vermittlungsprovision kann hier schon sehr hoch sein (produktabhängig). Als einen Lead bezeichnet man eine Kontaktaufnahme eines Users. Dies ist möglich per Newsletter-Anmeldung oder das Ausfüllen eines Kontaktformulars. Klicks und Impressions (Einblendungen der Werbung) werden hier nicht vergütet.
  • Pay-per-Sale (pro Verkauf/Conversion): Der Affiliate erhält eine Provision für einen generierten Verkauf eines Users, der über seine Webseite in den Shop des Anbieters gelangt ist. Meist beträgt die Provisionsvergütung einen prozentualen Geldwert, der aus dem Netto-Warenkorbwert errechnet wird. Das Ganze ist für den Anbieter und für den Publisher ein sehr interessantes Abrechnungsmodell, da der Anbieter kein Risiko eingeht und der Publisher hohe Provisionen verdienen kann, wenn seine Besucher sehr verkaufsorientiert sind und eine hohe Kaufkraft besitzen. Um auch hier mögliche Betrugsfälle zu vermeiden, wird jeder Verkauf (= Sale) bzw. eine Bestellung (= Order) vor der eigentlichen Vergütung durch den Merchant validiert. Das heisst: Der Shopbetreiber überprüft die erhaltene Bestellung auf ihre Ordnungsmäßigkeit. Fand der Verkauf statt und wurde die Ware versendet ohne dass der Nutzer die Ware wieder zurückgesendet hat, ist der Publisher berechtigt eine Provision zu erhalten. Mit unter storniert werden Bestellungen, die nach einer gewissen Zeit nicht bezahlt wurden (z.B. bei Vorkasse) oder auch Stornierungen durch den User. Das Risiko des Anbieters ist gering Provisionen zu bezahlen für nicht erfolgte Verkäufe.

Affiliate Marketing: Auch 2022 eine lohnende Sache. Wenn du es richtig angehst!

Affiliate Marketing ist längst nicht nur Bannerwerbung! Die Affiliates stellen im Rahmen der Zusammenarbeit Werbemöglichkeiten auf ihren Plattformen zur Verfügung, die der Verkäufer nutzen kann, um seine Zielgruppen auf der Affiliate-Webseite seiner Partner anzusprechen. Je nach verhandelten Rahmenbedingungen erhält der Webseitenbetreiber eine Provision, wenn ein Link geklickt, Werbebanner eingeblendet, Leads generiert oder Produkte gekauft werden. Als Affiliate-Marketer bist du nicht auf ein Produkt oder eine Dienstleistung beschränkt, sondern kannst für unterschiedlichste Produkte vieler verschiedener Anbieter Werbung betreiben. Erfolgreiche Affiliate-Marketer verdienen monatlich sechs- bis siebenstellige Summen. Allerdings ist Affiliate Marketing kein Selbstläufer, sondern benötigt eine ganze Menge harter Arbeit. Was genau dich beim Affiliate Marketing erwartet und wodrauf du besonders achten musst, erfährst du in diesem Beitrag.

Folgende Publisher-Systeme sind mittlerweile sehr beliebt und werden oft verwendet, um die Verwaltung direkt an den Publisher abzugeben, der im Gegenzug prozentual vergütet wird:

– Google Shopping Anzeigen
– Google Search (Google Ads Anzeigen)
– Cashback-Portale & Communities
– Mitarbeiter-Rabattseiten
– Content Creator oder Influencer
– Gutscheinportale

Mit Affiliate-Content schnell im Internet Geld verdienen – ist das möglich?

Bekannte Affiliate-Marketer wie Pat Flynn von Smart Passive Income verdienen schonmal weit über 100.000 Dollar im Monat durch ihre Affiliate-Webseiten. Und tatsächlich sind die Verdienstmöglichkeiten nicht limitiert. Als Online-Werbepartner kannst du schließlich auf der ganzen Welt auf Kundenfang gehen. Aber natürlich fällt auch beim Affiliate Marketing das Geld nicht mal eben so vom Himmel. Dein Erfolg hängt hier ganz maßgeblich von deinem Arbeitseinsatz ab, den du in deine Webseiten investierst. Und von der Nische, in der du dich bewegen willst. Viele Neueinsteiger lassen sich von YouTube-Videos blenden, in denen selbsternannte „Affiliate-Stars“ ihren Status präsentieren. Ja, Nischenseiten sind in der Tat eine lukrative Sache für das Affiliate – allerdings auch nur dann, wenn du genau weißt, was du tust. Gerade Einsteiger machen immer wieder diese oder ähnliche Fehler:

  • Beworbene Produkte werden nicht selbst getestet, aber es werden „Testberichte“ veröffentlich. Dieser Fake ist nicht nur unseriös, sondern auch strafbar.
  • Vergleichsseiten werden erstellt und mit Content gefüllt, bieten aber dem Besucher null Mehrwert. Die Folge: Keine Relevanz und Abstrafung durch die Suchmaschinen.
  • Du lebst deine Nische nicht, sondern willst sie nur für deinen persönlichen Erfolg ausnutzen. Das macht dich schnell zu einem ungeliebten Außenseiter.
  • Du startest mit einer Affiliate-Partnerseite, ohne aber Ahnung von SEO, Webdesign, Programmierung oder Vertriebspsychologie zu haben.

Finde beim Affiliate Marketing deine Nische

Vor jedem passiven Einkommen steht die Entscheidung, welche Produkte oder Dienstleistungen du eigentlich wirklich bewerben willst. Das Netz ist voller Blogger und Marketer, daher wirst du es selbst mit besten SEO Kenntnissen in einigen Bereichen mehr als schwer haben. Du brauchst also eine Nische, die möglichst noch unbesetzt ist. Wähle hierfür ein Thema, das sich auf eine ganz bestimmte Kategorie bezieht. So ist beispielsweise das Thema „Smartphones“ extrem weit gefasst. Hier eine Affiliate-Webseite aufzubauen, wäre vergebene Liebesmüh. Versuche lieber etwas spezifischeres in Richtung „Samsung Galaxy S22“ oder „Apple IPhone 13 Pro Max“. Je enger du das Thema deiner Nische zusammenfasst, desto fokussierter ist ein Zielpublikum. Hinzu kommt, dass du mit hochspezialisierten Nischenthemen deutlich einfacher ein gutes Ranking in den Suchmaschinen erzielen kannst. Und ein gutes Ranking bedeutet in der Regel mehr Traffic auf deiner Seite. Mehr Traffic wiederum bedeuten mehr Möglichkeiten, aus deinen Besuchern Leads zu machen oder sie zu einem Klick auf deine Affiliate-Links zu bewegen. Die Kunst für gutes Affiliate-Marketing: Du musst dich für die Nische begeistern, in der du dich bewegst. Vor allem dann, wenn du der Hauptverantwortliche für die Texterstellung oder die Videos rund um „deine“ beworbenen Produkte bist. Du musst kein Experte sein – aber mit Begeisterung werden deine Inhalte einfach besser. Und das merkt natürlich auch dein Publikum!

Text oder Video?

Du kannst Affiliate-Marketing eigentlich auf jeder Plattform betreiben, auf der Produkte und Dienstleistungen im Gespräch sind. Facebook, Instagram, Youtube – alles funktioniert. Wir empfehlen dir aber gerade für den Einstieg, dich auf einen Kanal zu fokussieren. Wähle YouTube, wenn du lieber mit Bewegtbildern arbeitest und einen Blog, wenn du Stärken im Texten hast. Sowohl deine Webseite als auch deinen Youtube-Kanal musst du zum einen nach SEO-Richtlinien optimieren und zum anderen mit Affiliate-Links ausstatten. Klicken deine Besucher diese Links an, erhältst du je nach vereinbarten Konditionen bereits dafür eine Provision! Beachte aber unbedingt, dass du klar und deutlich kennzeichnen musst, dass du Affiliate-Links verwendest!

Welches Affiliate-Partnerprogramm passt zu dir?

Du kannst aus drei Arten existierender Partnerprogramme wählen, wenn du in den Bereich Affiliate einsteigst.

1) Hochbezahlt, aber mit niedrigem Volumen

Diese Partnerprogramme für Nischenprodukte zahlen dir hohe Vergütungen für vergleichsweise wenig Leads oder Klicks. Es gibt beispielsweise Partnerprogramme von hochspezialisierten IT-Anbietern, die dir 700 Euro im Monat für gerade mal 80 Leads anbieten. Das Problem dabei: Diese IT-Anbieter bewegen sich in einem sehr engen Kundenkreis mit geringer Nachfrage nach den Produkten. Hinzu kommt: Hohe Provisionen locken natürlich auch andere Affiliate-Marketer an. Gerade als Einsteiger wirst Du es hier ziemlich schwer haben, gegen erfahrene Marketer mit hohem finanziellen Background bestehen zu können.

2) Niedrig bezahlt, aber mit hohem Volumen

Diese Partnerprogramme bieten dir geringe Auszahlungen für Produkte, die aber die breite Masse ansprechen. Ein typisches Beispiel für diese Form der Partnerprogramme sind Videospiele. Ein typisches PS5-Spiel liegt bei rund 60 Euro im Verkauf, die Provisionen, die du hier erwarten kannst, liegen bei etwa 4 bis 5 Euro. Für sich genommen kein lohnenswertes Einkommen. Allerdings liegt der Vorteil dieser Partnerprogramme darin, dass die Anbieter zumeist eine große Menge an Produkten zum Verkauf anbieten. Amazon wäre einer der Anbieter, die zwar nur 10 % Provision pro verkauftem Artikel anbieten – dafür eine enorme Anzahl unterschiedlicher Produkte anbieten. Und bei allen den Produkten kannst du mitverdienen. Damit sich der Aufwand für dich lohnt, brauchst du aber unbedingt eine hohes Maß an Traffic auf deiner Seite.

3) Hoch bezahlt und hohes Volumen

Diese Partnerprogramme fokussieren auf Produkte mit hoher Anziehungskraft – und belohnen deinen Einsatz mit hohen Provisionen. Ein typisches Beispiel sind Kreditkarten. Jeder braucht sie, jeder besitzt sie und dazu binden die kleinen Karten die Kunden auch noch langfristig an die Anbieter. Allerdings bist Du nicht der Einzige, der hier als Affiliate aktiv wird. Deine Konkurrenz besteht aus Marketern mit extrem spezialisiertem Fachwissen und in der Regel ziemlich viel Geld in der Hinterhand. Lukrativ ja, einsteigerfreundlich auf keinen Fall.

Wähle daher deine Nische nach deiner bevorzugten Ausrichtung. Möchtest du dich direkt an Endkunden wenden, bist du in Modellen mit niedriger Bezahlung und hohem Volumen gut aufgehoben. Im B2B-Bereich solltest du dich eher auf hoch bezahlte Programme mit weniger Volumen konzentrieren.längs

Die größten Affiliate-Partnernetzwerke

Hier haben wir Dir einmal die bekanntesten und größten Affiliate Partnernetzwerke aufgelistet:

  • Das größte Affiliate-Netzwerk in Deutschland
  • Ehemals Affilinet & Zanox
  • Hat mehr als 16.500 Programme
  • Mit einem umfangreichen Tool-Angebot
  • Sehr guter Support
  • Nach Awin das signifikanteste Affiliate-Netzwerk in Deutschland
  • viele Partner-Programme, gute Alternative zu Awin
  • Umfangreiches Tool-Angebot
  • Nischen Affiliate Netzwerk
  • schnelle Bezahlung
  • Modernes Dashboard

Das allerwichtigste: Baue Vertrauen auf!

Du hast deine Nische gefunden und sorgfältig ein passendes Partnerprogramm ausgewählt. Du kennst das Potential der Nische und kannst es in eine gute Relation zum Zeitaufwand, der für dich entsteht, setzen. Deine Zielgruppe ist definiert und du bist dir auch sicher, dass du den richtigen Content liefern kannst. Sehr gut, dann kann es losgehen mit deinem Start als Affiliate-Marketer!

Für einen nachhaltigen und langfristigen Erfolg musst du es schaffen, dass deine Besucher Vertrauen in deine Webseite oder deinen Youtube-Kanal und die Aussagen, die du dort triffst, haben. Zusätzlich musst du es noch schaffen, dass auch die Suchmaschinen Vertrauen in deinen Content haben. Das gelingt dir durch dein Linkprofil. Versuche daher direkt von Beginn an, dir Backlinks von Autoritäten aus deiner Nische zu sichern. Online-Magazine, Verbraucherportale, Hersteller – je besser die Links sind, die auf deine Affiliate-Page verweisen, desto höher ist die Chance, dass dich Google auf die ersten Plätze der Suchergebnisse katapultiert.

Wir hoffen, dir mit diesem Beitrag einen ersten Einblick in die faszinierende Welt des Affiliate geboten zu haben. Wenn du mehr über die Möglichkeit erfahren möchtest, wie du dir ein passives Einkommen über Partnerprogramme aufbauen kannst, ruf uns doch gleich einmal an!

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